Grindr, Gayromeo & Co: Die Zukunft der HIV-Prävention bleibt der Mensch.


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Kann ein HIV-Blogger schreiben, dass die Zukunft der HIV-Prävention nicht das Internet, sondern der Mensch ist: Er kann. Denn wie sagt ein bekanntes Sprichwort:

Hinter jedem starken Blog sitzt irgendwo ein Mensch. Oder so ähnlich…;-)

Gerade komme ich aus dem interessanten Vortrag über den Einsatz von Gay-Dating-Apps in der HIV-Prävention.

Längst ist diese Möglichkeit kein „Baby“ mehr. Nahezu jede der führenden Plattformen kooperiert inzwischen mit Hilfsorganisationen oder hält auf selbst kreierten Unterseiten Informationen bereit. Kein Wunder: Denn viele von uns haben inzwischen ein Smartphone und nutzen die Möglichkeiten diverser Dating-Apps.

Übringens eines der Dinge bei denen Deutschland nicht der Marktführer ist. Da gibt es andere Länder in denen derartige Apps – oft auch aus der Notwendigkeit der gesetzlichen Lage heraus – die Hauptkontaktmöglichkeit für Männer die Sex mit Männer haben sind. Gut so.

Heute gibt es dabei vielfach neben der Möglichkeit zu sehen, wieviele Meter der nächste Mann mit einem XXL-Hoseninhalt entfernt ist, auch die Chance eingeblendet zu bekommen , wo sich die nächste HIV-Beratungsstelle befindet , wo ein kostenfreier HIV-Test oder die PrEP zu haben ist.

Die Dating-App-Branche hat nachgerüstet: Nicht nur in mehr Möglichkeiten wie beispielsweise Suchfunktionen über die sich HIV-Positive untereinander finden können, sondern auch in Beratungsangeboten und Kooperationen. Das ist ein guter Anfang.

Aber reicht das alleine aus um zukünftig Präventionsarbeit zu machen? Ich denke nicht. Schon gar nicht, wenn sie – wie bei diesem Vortrag die Community außen vor lässt – vier Redner:

Drei Unternehmer, ein Wissenschaftler, keine Community.

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Wir brauchen keinen der über uns redet, statt mit uns: Schon gar nicht in der HIV-Prävention – die macht kein Hochglanzflyer, keine noch so hübsche Homepage, kein Imagefilm. Die wird von Menschen gemacht – hoffentlich auch in Zukunft.

Und auch der Redner Joshua G. Rosenberg von der Penn State University stimmt meiner Hoffnung hierauf durch seine Erhebung zu: Zwar bestätigt seine Untersuchung, dass schwule Männer welche Dating-Apps nutzen öfter eine höhere Bereitschaft zum HIV-Test mitbringen – jedoch zeigt seine Studie auch dass reine HIV-Apps beispielsweise kaum Anklang bei den Usern finden.

Die Zukunft der HIV-Prävention liegt nicht in einer Online-Kampagne. Sie liegt im Menschen.

Die Dating-Apps, die Tools des Internets können dabei ein Werkzeug sein. Die Beratungsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch wird das nicht ersetzen.

flosithiv.com gefällt das.

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Da ein Blogger jedoch ohne Likes, Kommentare und euer Teilen eben auch nur ein Mensch ist – helft mit, diese Botschaft in die Welt zu tragen. 😉  DANKE!

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