Diana wäre stolz gewesen: Elton John & Prinz Harry begeistern


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England. Oh ja, da denken die meisten in diesen Zeiten als erstes wohl an „Brexit“- an Menschen die den europäischen, den gemeinschaftlichen Weg verlassen wollen. Aber nein: Hier in Durban sind gerade zwei herausragende Vertreter des Landes auf der Bühne: Sir Elton John & Prince Harry.

Und sie begeistern rund 1000 Menschen – viele davon sind Jugendliche – hier im größten aller Seminarsäle mit Weltoffenheit, Zusammenhalt und ganz viel Hoffnung. Prinz Harry spricht rund acht Minuten und lässt in keiner Sekunde einen Zweifel daran, dass er in die Fußstapfen seiner großartigen Mutter getreten ist: „Keiner hat zu dem Zeitpunkt als meine Mutter einem Aids-Kranken die Hand gehalten hat geglaubt, dass wir diese Krankheit besiegen“ so der Prinz. Diana hat darum gekämpft, ihr Sohn führt ihre Arbeit nunmehr fort und unterstützt die Arbeit der Elton John Foundation.

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Die Stiftung des wunderbaren Musikers und Aids-Aktivisten unterstützt insbesondere an HIV-erkrankte Kinder, lädt Sie zu Trainingscamps ein, um sie über die Infektion und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und macht sie so zu Multiplikatoren.

„Es ist endlich an der Zeit, dass sich kein Mensch mehr dafür schämt, HIV-positiv zu sein.“ Elton John hat recht: Auch in Deutschland verhindern Diskriminierung und Stigmatisierung, dass sich junge Menschen testen lassen – das muss aufhören. Jetzt.

„Stigma is the biggest killer“ sagt der Musiker – Stigmatisierung tötet mehr Menschen als die Infektion, die zwischenzeitlich unter Therapie zu einer gleichen Lebenserwartung führt, wie bei Menschen die nicht von HIV betroffen sind. „Ich möchte sehen, dass die Welt sich ändert“, schreit Sir Elton John ins Publikum – und alle hier fühlen wie er.

Er erzählt von seiner Jugend, wie seine Eltern wollten dass aus ihm ein angepasster Mann wird – „das konnte ich bis heute nicht erfüllen“, sagt er lachend und ergänzt: „aber ich habe auf mein Herz gehört.“ Er erzählt von seiner Begeisterung für Elvis Presleys Musik, der auch niemals angepasst war. Er benennt sein Alkoholproblem und den Wendepunkt an dem er gemerkt hat: „Meine Bestimmung ist es ein Anwalt und Aktivist für Menschen mit HIV und Aids zu sein“.

Und er erzählt auch von seiner Freundin Diana: “ Sie gab denen eine Stimme die keine hatten. Diana hatte ein Herz aus Gold“. Tränen laufen den meisten hier über den Wangen, die Power die von seiner Rede ausgeht ist enorm. Ihm gelingt es aber dabei, nicht in der Vergangenheit zu verweilen, sondern den vielen jungen Menschen im Saal zu sagen: „Ihr seid die Zukunft. Ihr seid diejenigen, die alles dafür tun müssen damit wir eine AIDS-freie Welt erreichen“.

Und ich bin mir sicher: Wir schaffen das.

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